Vibrator - Kopfnuß 1:6 (0:1)

#1 von Sisyphos , 03.06.2014 17:01

Bei absoluten äußeren Topbedingungen kam es auf der BSA Süd zum scheinbaren Spitzenspiel zwischen Grün und Blau. Die gute Wiese war bei bewölkten 17 Grad Celsius gekreidet und benetzt.
Dieses Mal gelang es Vibrator der Anfangsoffensive der Energetiker mit etwas Glück zu widerstehen. Vier, fünf anständige Einschußmöglichkeiten waren dabei, aber Keeper Mirko zeigte sich in blendender Verfassung, so daß ihm Kopfnuß Kapitän Christian nach einer weiteren vergebenen Chance Note 1 bescheinigte.
Die halbwegs kompakt agierende Vibratormischpoke kam dann ab Mitte der ersten Halbzeit auch langsam zu einigen Spielanteilen und zwei, drei passablen Annäherungen. Einmal war Dani auf direktem Weg zum Tor recht robust von der letzten Kopfnuß weggecheckt worden. Insgesamt gelang es Vibrator in diesem ersten Spielabschnitt der bekannt intensiven Zweikampfführung der Nüsse besser zu trotzen als in den Vorjahren, aber nicht jeder Blaue war physisch auf der Höhe seines jeweiligen grünen Widerparts. So fiel das Gegentor nach einem verlorenen Laufduell des erbärmlich langsamen Spielertrainers.
In der Pause wurde bei Vibrator ordentlich durchgewechselt, was wohl doch irgendwie destabilisierend wirkte. Die Partie war jetzt schnell entschieden, auch wenn das 0:3 aus einem direkten Freistoß resultierte, der aus Vibratorsicht unberechtigt war.
Als auch noch Josef und Carlos den Platz verließen wurde auf eine Art Hurramodus umgeschaltet. Die defensive Balance ging völlig flöten, und die entstehenden Räume bildeten ein gefundenes Fressen für die gierigen Nüsse.
Das 1:3 war lediglich Kosmetik, denn die Scheinoffensive war auf Sand gebaut. Im Energiesparmodus wurden die übrig gebliebenen Abwehrfragmente um den nun zusehends allein gelassenen Fels in der Brandung (Flo), nach Herzenslust zerfleddert, und es hätte auch noch problemlos zweistellig ausgehen können.
Exemplarisch ließ sich der Klassenunterschied, der insgesamt gesehen wieder einmal offenbar wurde, im direkten Aufeinandertreffen der Kapitäne bestens beobachten. Der fabrikneue Ferrari ließ den alten, klapprigen Trabbi durch ein kurzes antippen des Gaspedals in einer Kerosinwolke zurück.
Andererseits lieferte sich Tobi im Mittelfeld einige packende Zweikämpfe mit Werder-Profi Markus, die absolut auf Augenhöhe stattfanden. Überragend waren allerdings die langen Steil- und Diagonalpässe nämlichen Akteurs, die wie Brandfackeln über die Köpfe zischten, und tiefe Schneisen der Ehrfurcht hinterließen. Die Schärfe, Flugbahn und Präzision dieser Geschosse konnte man nur mit geöffnetem Mund bestaunen. Ebenso war die Urgewalt die hinter seinen Torschüssen steckte, nur mit Begrifflichkeiten aus dem Militärischen korrekt wiederzugeben. Allesamt Erscheinungen, die schon deutlich wahrnehmbar aus einer anderen Welt stammten.
Fazitös darf konstatiert werden, daß Vibrator nur punktuell mithalten konnte, im Gesamtpaket aber wieder deutlich unterlegen agierte. Die Meisterschaft der Wilden Liga Bremen dürfte aller Voraussicht nach auch in den nächsten zehn Jahren normalerweise verlustpunktfrei an Kopfnuß gehen... es sei denn Thorben macht Ernst...

Vibrator
............................Mirko.........................
Karsten...........Flo.........Mark........Carlos
.....................Josef.........Tobi..................
Ole.......................Dani................Fabian
.............................Tim...........................

Außerdem:
Paul S, LM
Mitja, IV
Lutz, RV
Paul H, LM, LV
Götz, ST
Finn, ZM

VibraTor: 1:3 Tim (Paul S)

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RE: Vibrator - Kopfnuß 1:6 (0:1)

#2 von Chrischan (FCEK) , 05.06.2014 16:07

ach Mark.... du hättest Buchautor werden können :D super Bericht!

 
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