[L] Vibrator - Höttges 0:1 (0:1)

#1 von Sisyphos , 30.05.2013 17:16

Vibrator durch vier kurzfristige Absagen empfindlich geschwächt, und nur dank Katze's unentschuldigten Erscheinens, sowie Haubitzen - Daniel inklusive ausgewachsenen Kater, mit zwei Wechseloptionen. Höttges mit ca. 16 - 17 baumgroßen vor Vitalität strotzenden Kerlen. Das Mißverhältnis der Kräfte war von Anbeginn offensichtlich. Auf der einen Seite eine einheitlich aggressiv leuchtende gelbe Form, auf der anderen eine Ansammlung unzusammenhängender unwillkürlich blauschattiger Flecken.
Das Geschehen der folgenden neunzig Minuten versinnbildlichte diese ersten augenscheinlichen Eindrücke. Vibrator gelang es allerhöchstens in Ansätzen die gewohnte spielerische Qualität anzudeuten, während Höttges' eher physische Attribute voll zum Tragen kamen. Das Fehlen spielprägender Figuren und der unebene Untergrund konnten als ursächlich für die Niederlage in Anspruch genommen werden. Auch stand die Sonne in einem ungünstigen Winkel, und der Wind kam allzu oft im falschen Moment aus unvorhersehbaren Richtungen.
Und dann Hannah! Eine Urgewalt! Das Fanal eines strafenden Gottes, resp. einer strafenden Göttin. Der Bannstrahl der da spricht: "Du Vibrator, du hast hier keinen Zutritt, keinen Anspruch auf welche Vergünstigungen göttlicher Allmacht auch immer. Du Vibrator, du mußt dich ganz hinten anstellen und leise bittebitte sagen. Und dann gibt's auch nur trocken Brot und Arbeit Fron."
Man könnte auch Zuflucht zu weltlicheren Erklärungsmodellen suchen, in welchen möglicherweise einer allzu laxen Berufsauffassung des Vibratorhüters eine zentrale Rolle zufallen würde. Selbiger hatte nach einem Abstoß auf die eigene linke Abwehrseite zunächst eine schöpferische Pause jenseits seines Gehäuses eingelegt, von wo er verpätet zum Einschlag des 35 Meter Geschosses eintraf. Die Schützin selbst schwört Stein und Bein, daß sie nur einen Befreiungsschlag ausführen wollte, daß keinerlei zielgerichtete Arglist in ihrem Tun zu vermuten sei. Welch ein Tor, der derlei scheinbar harmloser Lüge Glauben schenken will, als lenkten Glück und Zufall der Welten Geschick, und nicht boshafter Götter Willkür.
Nun, wie dem auch sei. Ansonsten wurde hüben wie drüben sehr wenig Unterhaltung im Strafraum geboten. Die Teams neutralisierten sich, und geizten mit Torgefährlichem. Höttges versuchte es häufig mit langen Bällen gegen die aufgerückte Vibratorkette, die aber spätestens in letzter Instanz stets vom Ein-Mann-Bollwerk Flo abgefangen wurden. Andeutungen von Torgefahr gab es fast ausschließlich nach Standards.
Nicht besser sah es auf der anderen Seite aus, wo lediglich Tim zwei gute Möglichkeiten nach langen Flanken des Trainers hatte. In der zweiten Halbzeit war beim besten Willen überhaupt keine Chance mehr gezählt worden. Die Vibratoren rannten sich im robusten Gürtel meist schon weit vor dem Erbenstrafraum fest, und besaßen an diesem Tag nicht das Personal um die Höttgesche Körperintensität spielerisch zu unterlaufen.
Fazit: Ein ausgeglichenes Spiel, das genausogut mit einem 0:0 hätte enden können, wird durch einen infernalen Sonntagsschuß entschieden.

Vibrator:
...............................Mirko................................
Karsten..........Flo.............Jannek.........Lennart
................................Finn....................................
..................Ole........................Mark...................
...............................Dany...................................
..................Tim........................Götz..................

Außerdem:
Katze: LV
Daniel (Haubitze): LM

Golden Goal: Hannah the Hammer

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